News

    Harder Liste gibt Hafenausschuss aus Protest gegen Gebührenerhöhung ab

    "Der Bodensee ist Teil unserer Identität", heißt es salbungsvoll im einstimmig beschossenen Leitbild der Marktgemeinde Hard. Dazu gehören der freie Zugang zum und ein erschwinglicher Liegeplatz am See.

    Sporthafen HardDie zügellose Finanzgebarung der Harder Volkspartei unter ihrem Bürgermeister Harald Köhlmeier veranlasst nun die Rathausmehrheit zur massiven einseitigen Erhöhung der Hafengebühren. Damit wird ein altes Tabu gebrochen. Seit jeher haben die moderaten Mieten für Bootsliegeplätze vielen Harderinnen und Hardern das traditionelle Fischen und Holzen, aber auch das Baden auf dem See ermöglicht.

    Sporthafen HardAuf Veranlassung des Finanzausschusses unter ÖVP Gemeinderat Bereuter hatte sich der zwar unter der Leitung der Harder Liste stehende, aber ÖVP-dominierte Uferausschuss mit der Gebührenerhöhung zu befassen. Die entsprechende Empfehlung wurde – welch' Überraschung – mehrheitlich beschlossen. Diese hätte fast eine Verdoppelung bei der einfachen Fischergondel und je nach Motorisierung und Bootstype eine Vervielfachung zur Folge. Das Argument, dass man damit immer noch unter den Gebühren in anderen Häfen liege, mag richtig sein, doch werden dabei die grundsätzlich anderen Strukturen und vor allem eine alte Tradition ignoriert. Nebenbei bemerkt: Die jährliche Gebührenerhöhung deckt ziemlich genau den Schaden von € 400.000, den die von Bürgermeister Köhlmeier veranlasste ungerecht­fertigte Kündigung des ehemaligen Gemeindesekretärs die Gemeinde kostet.

    Generell ist seit der ÖVP – Harald Köhlmeier – Alleinregierung ein geändertes Verständnis für die Bedeutung des Sees und dessen Ufers für die Harderinnen und Harder festzustellen. Gesteigerte Gestaltungspläne und Nutzung des Ufers und der Häfen als Geldquelle verstärken den Druck auf dieses Freizeitgebiet der Harder Bevölkerung. HohentwielGroßflächige Parkraumbewirtschaftung am See, massive Erhöhung der Hafengebühren und wie zuletzt die Verlegung der Hohentwiel ins Binnenbecken und die damit geplante massive Verbauung des Seeufers sind die nächsten von der ÖVP – Harald Köhlmeier Fraktion geplanten Schritte zur Kommerzialisierung des größten und beliebtesten Harder Freizeitreviers.

    Die Harder Liste lässt sich für diese gegen grundlegende Interessen der Harderinnen und Harder gerichteten Pläne der ÖVP und deren Bürgermeister Harald Köhlmeier nicht einspannen. Sie gibt daher aus Protest gegen diese Entwicklung den Ufer- und Hafenausschuss ab und wird sich künftig auf ihre Rolle als Opositionsfraktion konzentrieren.